Kirche Gottscheina

Die Kirche Gottscheina wurde im Laufe der Jahrhunderte nach und nach erweitert und umgebaut. 1853 erhielt sie eine neue Orgel, hergestellt von dem Eilenburger Orgelbaumeister Nicolaus Schrickel. Erst im Jahre 1892 wurde der Kirchturm errichtet, ein Geschenk des Maschinenfabrikanten Karl Krause. Die darin befindlichen Glocken stammen aus den Jahren 1745, 1809 und 1975. Diese läuten noch immer zu Umkehr, Einkehr und Heimkehr, wie es auf den Glocken zu lesen ist. Die beiden älteren Glocken stiftete der Großprobst der Universität Leipzig, ein sichtbares Zeichen dafür, dass Gottscheina lange Zeit den Status eines Universitätsdorfes besaß. Die Ausmalung des Kircheninneren führte der Malermeister Karl Walther Holke aus Hohenheida im Jahre 1935 durch. Mit viel Herzblut und beachtlicher Eigeninitiative verhinderten die Dorfbewohner Ende der 1960er Jahre den Abriss des baufälligen Kirchturmes. Geldsammlungen ermöglichten trotz schwieriger gesellschaftlicher Verhältnisse seine Instandsetzung.

Der Glockenturm von Gottscheina
Taufschale